Alle: Auswirkung der Reifengröße auf den Spritverbrauch

#1
Moin zusammen,

wie groß schätzt ihr den Enfluss der Reifengröße auf den Spritverbrauch ein, welche Erfahrungen habt ihr damit? Ich habe nun von 215/60/R17 Winterreifen auf 215/55/R18 Sommerbereifung gewechselt und stelle einen deutlichen Mehrverbrauch fest. Der Durchschnittverbrauch meiner Einzelfahrten fällt höher aus als gewohnt, meine erste Vollbetankung nach dem Radwechsel bestätigt dies - immerhin ein halber Liter mehr als die letzten 6 Betankungen im Schnitt.

Meine Strecken ändern sich nicht (ca. 80% AB), mein Fahrverhalten ebensowenig. Also eher Zufall oder erhöhen größere Reifen den Spritverbrauch tatsächlich signifikant?
 
#2
Vielleicht wirklich Zufall... nach einer Betankung kann man natürlich fundierte Aussagen treffen... :noe:

Warte doch mal das "halbe" Jahr ab - am Ende wird abgerechnet...
 
#3
Ich treffe ja auch keine Aussage sondern frage nach euren Erfahrungen. Die Sommerräder sind neu, noch rentiert sich ein Verkauf, falls ich auf 17" wechseln möchte ...
 
#4
Beim Wechsel vom 215/60/R17 Winterreifen auf 215/55/R18 Sommerreifen bleiben doch Reifenbreite und vermutlich auch der Umfang gleich, d.h. die Reibungsfläche ändert sich doch nicht?
 

Dickschnautze

Super Moderator
Mitarbeiter
#5
Die Auflagefläche ist zwar die gleiche, aber der Rollwiderstand von Sommer und Winterreifen ist verschieden.

Auch die bewegte Masse von 17 " zu 18" ist etwas höher.Also das Gewicht der Felgen eben.

Auch der Gripp der Sommerreifen ist größer, und das bedeutet mehr Kraftaufwand beim beschleunigen.

Ein Mehr Verbrauch von 5 bis 10 Prozent kursieren im Netz.

;)
 
#6
Die Auflagefläche ist zwar die gleiche, aber der Rollwiderstand von Sommer und Winterreifen ist verschieden.
Vor allem unterscheiden sich die verschieden Reifenfirmen erheblich im Rollwiderstand. Michelin ist traditionell auf Sparsamkeit gedrillt, d.h. hart. Conti-Sport Contact hat eine weiche Lauffläche und deshalb mehr Rollwiderstand ... etc.etc.

Vielleicht fährt man im Sommer auch "sportlicher" ?

...........

Auch der Gripp der Sommerreifen ist größer, und das bedeutet mehr Kraftaufwand beim beschleunigen.
Das kapier' ich nicht, erklär' das bitte näher ...
 

Dickschnautze

Super Moderator
Mitarbeiter
#7
Winterreifen werden bei höheren Temperaturen noch weicher und dadurch schwindet der Kraftschluss.
Lamellen können aus dem Profil gerissen werden und der Reifen dreht schnell durch.

Sommerreifen haben dann einen besseren Kraftschluss und die Haftreibung ist optimal.

Alles abhängig vom Strassenbelag, Verschmutzung usw.

:)
 
#8
ok, danke. Dachte immer, Winterreifen hätten i.d.R. den höheren Rollwiederstand? Hab jetzt gerade ergoogelt, dass lt. Datenblatt die Sommerreifen (Erstausstattung) Kraftstoffeffizienzklasse E haben, meine Winterreifen aber Klasse C. Zwischen den beiden Klassen liegen im Schnitt 0,1 Liter ... naja. Ich fahre jetzt über 30 Jahre Auto, über solche Dinge denke ich erst seit dem neuen QQ nach :mrgreen:
 
#9
@rollinghome, zuerst einmal: mit den Effizienzklassen kanst Du Dir idr. den H... abputzen ;). Die kann man, allerhöchstens, für den Vergleich sehr ähnlicher Produkte heranziehen.

Meine Erfahrung: im Winter brauch ich seit Jahren so im Schnitt 0,3 - 0,5 l/100km mehr. Dies ist aber die Summe vieler Faktoren: Außentemperatur, Wetter (doch geringfügig geänderte Fahrweise), mehr Stromverbraucher (Sitz- Heckscheiben- und neuerdings Frontscheibenheizung), vermehrter Einsatz des Klimakompressors. Was jetzt dabei alleine den Reifen zuzuschreiben ist, weiß ich nicht. Im Sommer habe ich aktuell 225/45 R19 und im Winter 215/65 R17.

Und da gibt es neben der Mischung, Haftung und Straßenbelag auch noch mehr Faktoren: Wieviel Gummi muß bei welcher Temperatur verformt werden, wie sieht das Profil aus, mit welchem Luftdruck wird gefahren..., also alles nicht so einfach.

Off-Topic:
:ironie2:Und wer doch die einfache Lösung will: Im Winter braucht man 0,5 l/100km mehr, weil ich das sage :cheesy:.

Gruß, Holger
 
Oben