Ich denke, die Sache liegt tiefer.
(1) Fahrzeuge haben heute mehr Elektronik und digitale Ausstattungen denn je.
(2) Wenn ich solche Fahrzeuge verkaufen will, muss ich auch die Unterstützung des Digitalen leisten und leisten können. Dann muss ich auch als Autohaus "mitwachsen". Da muss es dann auch z. B. eine vernünftig performante und stabile Internetanbindung mit verlässlichen Computersystemen geben.
(3) Der Hersteller muss seine Autohäuser mitnehmen, aus- und fortbilden und aber auch Standards setzen.
(4) Oder als Kunde ist es mir egal, da geht es über den Preis oder anderweitige Bindung an ein Autohaus. Dann muss der Kunde das Vakuum selbst abdecken. Was aber wieder nur eingeschränkt geht, weil überall und bereits seit Jahrzehnten im IT-Umfeld die Endkunden nicht an die wirklichen Profis und Spezialisten herankommen. Die sind zu gut und zu teuer und werden abgeschirmt.
Die Kette Hersteller - Autohaus - Kunde muss hins. Anspruch und Zufriedenheit aufeinander abgestimmt sein. Wenn der Kunde kommt und dem Autohaus sagen muss, dass es ein wichtiges Update für das Fahrzeug gibt, ist die Kette nicht okay. Das können die Systeme melden und regeln. Und die Autohäuser müssen zusammen mit dem Hersteller zeitnah wissen, wie größere Probleme angegangen werden. Das bedeutet aber auch, dass man die Systeme und ihre Funktionsweisen versteht.
Das Geschäft ist eben heute nicht mehr vorbei, wenn das verkaufte Fahrzeug vom Hof ist...
Ich stelle mir vor, die chinesischen Hersteller drängen auf den deutschen/europäischen Markt und berücksichtigen das in vollem Umfang bei immer digitaleren Fahrzeugen; dann haben alle anderen, wenn sich das 'rumgesprochen hat, kaum noch eine Chance. Und das muss für den Kunden dann nicht mal wirklich teuer sein.
Gut das das in diesem Fall noch geklappt hat, weil verschiedene Menschen aufmerksam waren. Aber der Weg und die Zeit waren unangemessen lang. Die Lösung als Vorgehen ist auch alles andere als überraschend, dazu musste nichts Neues erfunden werden...