Alle: Diesel und Super bald unbezahlbar...

uns gehts ja noch gut, in Italien ist die 2-€-Marke überschritten :ironie2:
 
Ferdi Dudenhöfer, Autopabst seines Zeichens, ist der Meinung, wir Autofahrer wären alle selbst schuld.Hätten den stetig sinkenden Verbrauch der PKW dazu genutzt, um auf durchschnittlich 136 PS starke Fahrzeuge umzusatteln.

Dreimal so billig wie vor 60 Jahren, schreibt die FAZ.
Doch der Eindruck täuscht, dass man noch nie so viel für Sprit ausgeben musste: 1950 musste ein Arbeiter im Produzierenden Gewerbe für einen Liter Diesel aus der Zapfsäule mehr als eine Viertelstunde arbeiten. 2011 waren es keine 5 Minuten mehr. Noch mehr gilt das für Benzin: War 1950 noch knapp eine halbe Stunde Arbeit nötig, so waren es 2011 nur wenig mehr als 5 Minuten.

Also, hört mit der larmoyanten Jammerei auf :cool::mrgreen:
 
Gas also in Sachsen auch recht teuer,liege hier bei uns zwischen 69,9-75,9 Cent. Naja, immerhin 1 € weniger als beim Benzin :)

Viele Grüße Mainy
 
Ich halte die Aussage dieses Herrn für Unsinn. Nicht der relativ zu früher billigere Spritpreis ist der Grund, sondern effizientere Produktionsmethoden und hohe Stückzahlen machten die Fahrzeuge relativ günstiger.

Berechtigt ist die Frage, ob wir wirklich so starke Fahrzeuge brauchen. Aber Autofahren ist ja auch nur begrenzt rational...

Die Aussage der FAZ passt, wenn man die Ecklöhne z.B. der N+E Industrie in NRW zu Grunde legt.

Monatslohn 1950: 125,48 Euro
Monatslohn 2009: 2114,21 Euro
1l Diesel: 0,14% des Monatslohns

Dieselpreis 1950: 17,2 ct/l
Dieselpreis 2009: 108,5 ct/l
1l Diesel: 0,05% des Monatslohns

Wenn man die höhere Arbeitszeit früher berücksichtigt, wird der Faktor noch günstiger. Und 2009 war ein Jahr in dem der Preis noch relativ niedrig war.

Ich habe die Dieselpreise seit 1950 etwas genauer analysiert. Demnach beträgt die mittlere jährliche Steigerung der Dieselpreise:

in den 1950ern: 3,9%
in den 1960ern: 1,0%
in den 1970ern: 6,4%
in den 1980ern: 0,5%
in den 1990ern: 2,9%
in den 2000ern: 6,0%

Interessant ist, dass Geschwindigkeit, mit der sich der Dieselpreis sich ändert, heute etwa so groß ist wie in den 50ern. Aber vor allem die Fluktuationen der jährlichen Änderungen sind seit der Ölkrise in den 70ern deutlich größer geworden. Dadurch werden kurzfristige Preissteigerungen für uns Kunden deutlich spürbarer, wir vergessen aber dabei leicht, dass er zwischenzeitlich auch wieder sinkt. Ich denke, dass ist ein normale psychologisches Phänomen.

Trotzdem steigt der Dieselpreis immer schneller und es ist nicht zu erwarten, dass sich daran etwas ändert. Auf Basis dieser Zahlen und unter der Annahme, dass es so weiter geht, kann man davon ausgehen, dass die jährliche Steigerung bei ca. 4-6% liegen wird. Geht man von einer Reallohnsteigerung aus, die darunter liegen wird, ist somit von einer realen Verteuerung des Dieselpreises auszugehen.

Da in den Jahren bis 1975 die Reallöhne sehr stark gestiegen sind (rund 9,2%/a) wurde der Dieselpreis für jeden real deutlich billiger. Zwischen 1975 und 2000 stiegen die Reallöhne moderat (2,8%) und seit 2000 stagnieren sie in etwa und haben teilweise geringfügig abgenommen. Dadurch wird der Dieselpreis real deutlich teurer und er wird real auch immer schneller teurer, d.h. die Preissteigerung steigt auch. Da aber in die Reallohnentwicklung die Energiepreise (teilweise) integriert sind, ist die Dramatik nicht ganz so ausgeprägt. Hier kommt es auf das eigene Verhalten, sprich den eigenen Verbrauch an.

Da nicht abzusehen ist, dass sich die Entwicklung umkehren wird, wird es damatisch für Menschen, die kaum noch Luft im Gehalt haben, den steigenden Diesel- und analog den Benzinpreis aufzufangen.

Grüße
Jürgen
 
@Mainy: Die Preissteigerungen sind derzeit bei LPG vergleichbar und bei CNG sogar größer als bei Benzin.

Wenn also mehr auf Gas umsteigen, weil manche keinen Sprit sich mehr leisten können und Gas absolut gesehen billiger ist, Was wird da der Gaspreis machen ? Er wird noch schneller steigen.

Egal welchen Treibstoff wir benutzen, wir sitzen im selben Boot.

Grüße
Jürgen
 
Einspruch:cheesy: Mainy sitzt seit Jahren im Traumboot. Da er und einige hier problemlos unterwegs sind, hat sich der Umstieg gelohnt. Leider kenn ich zu viele Problem, um es selbst zu probieren. Da hab ich einfach Schiss:sry: In meiner Region trau ich keinem Umrüster. Wahrscheinlich gibt es zu wenige, die ihr Fach verstehen.
 
Einspruch abgelehnt. ;)

Habe nur postuliert, dass die Vorteile in den nächsten Jahren kleiner werden ... das sich der Umstieg für ihn gelohnt hat, ist, glaube ich, ziemlich klar ...

Grüße
Jürgen
 
Ich denke natürlich oft, einfach die Klappe halten und sich beim tanken heimlich freuen. Natürlich erhöht steigende Nachfrage im Endeffekt den Preis,auf der anderen Seite staune ich immer über die Alternativlosigkeit, es gibt für die meisten Menschen nur Diesel und Benzin, oder staatlich propagierte Umweltfreundlichkeit (CNG, Elektro) Beides noch lange nicht mehrheitsfähig. Eigentlich ist es für mich, so wie es ist, genau richtig.
Und schließlich kann jeder selbst entscheiden zu welchen Kosten er seine Möbilität aufrecht erhält.

Viele Grüße Mainy
 
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